Univ.-Prof. Dr. Thomas Stulnig
(Univ.-Klinik für Innere Medizin III, MUW, Wien)
In einer bahnbrechenden Studie konnte der Zusammenhang zwischen
Fettgewebsinflammation und Insulinresistenz experimentell nachgewiesen werden.
Blockiert man das im Fettgewebe produzierte Protein Osteopontin, kommt es zu
einem Rückgang der chronischen Fettgewebsentzündung und zu einer Normalisierung
des gestörten Glukosestoffwechsels.
Diese Entdeckung könnte zu einer völlig neuen Diabetestherapie führen.
Die Entzündung im Fettgewebe basiert auf dem Einwandern von Makrophagen.
Dabei wird auch das Protein Osteopontin exprimiert, das zur Inflammation (mit
erhöhten CRP Spiegeln) und einer Störung des Glukosestoffwechsels
(Insulinresistenz) führt.
Der Arbeitsgurppe um Prof. Thomas Stulnig von der Klinischen Abteilung für
Endokrinologie und Stoffwechsel der Wiener Universitätsklinik für
Innere Medizin III ist es nun gelungen mit einem Antikörper, das Osteopontin
in adipösen Mäusen zu neutralisieren. Dadurch wurde nicht nur die
Entzündung des Fettgewebes dramatisch vermindert, sondern auch die Insulinwirkung
signifikant verbessert. Die Ergebnisse der Studie wurde in der Zeitschrift Diabetes
publiziert.
Billrothhaus News hat Hr. Prof. Studer um eine Statement gebeten.
Weiterführende Informationen:
Neutralization of osteopontin inhibits obesity-induced
inflammation and insulin resistance
Florian W. Kiefer, MD, Maximilian Zeyda, PhD, Karina Gollinger, Birgit Pfau,
Angelika Neuhofer, Thomas Weichhart, PhD, Marcus D. Säemann, MD, René
Geyeregger, PhD, Michaela Schlederer, Lukas Kenner, MD, and Thomas M. Stulnig,
MD. . Published online before print January 27, 2010, doi: 10.2337/db09-0404
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